Die Spiele des Jahres 2006

Die Spiele des Jahres 2006 die super waren, aber trotzdem kaum jemand spielte. Vielleicht findet der eine oder andere Titel ja doch noch den Weg auf den weihnachtlichen Wunschzettel. Vorhang auf.

Scratches (Windows)
Das Adventure ist tot, lang lebe das Adventure. Ob wohl inzwischen auch der letzte mitbekommen haben dürfte, dass sich Adventures wieder ordentlich verkaufen, ging gerade dieses Ausnahmespiel unter. Schade, denn die schaurige und trotzdem unblutige Atmosphäre sucht ihresgleichen.

Chibi-Robo! (Gamecube)
Was im Reallife niemand machen will macht als Videospiel erstaunlich viel Spaß. Als kleiner Roboter Chibi-Robo musste man putzen und wischen und sollte Freude und Frohsinn verbreiten. Aber anstatt das Teil zu kaufen, wurde es im Regal stehen gelassen. Vielleicht wurden die Käufer ja doch etwas zu sehr an ihre häuslichen Pflichten erinnert. Oder es lag daran, dass der GameCube bei den meisten schon aus dem Gedächtnis verbannt war. Schade, denn dieses Spiel lässt jeden zum Putzteufel werden und genau das wünschen sich doch die Ehepartner, oder?

We Love Katamari (Playstation 2)
Schräges Gameplay, kranke Story, verrückte Musik und eigenwillige Grafik. Von dieser Aufzählung reicht meist schon ein Grund alleine aus um ein Spiel für den Massenmarkt zu disqualifizieren. We Love Katamari vereinte jedoch mutig gleich alle gemeinsam in sich und so war es sicher für niemanden eine wirkliche Überraschung dass es ein Geheimtipp blieb. Schade, denn so ungewöhnlich wie es aussieht so erfrischend spielt es sich auch und das schaffen nur ganz wenige.

Getting Up: Contents under Pressure (Xbox)
Vielleicht lag es am ungewöhnlichen Setting, vielleicht auch am frühen Tod der Xbox, ich weiß es nicht. Und obwohl z.B. Hip-Hop überall angesagt ist, scheiterte dieser ambitionierte Versuch vor allem an der Kasse. Schade, denn kein anderes Spiel lässt einen so intensiv in die Hip-Hop- und Graffiti-Kultur eintauchen.

Tischtennis (Xbox 360)
Rockstars erster NextGen Ausflug hatte nichts mit GTA zu tun und war völlig Gewaltfrei. Der mäßige Erfolg lag vielleicht aber auch daran das Tischtennis als Videospiel bisher eher durch Abwesenheit glänzte. Schade, denn kein anderes Spiel verzichtet so konsequent auf überflüssigen Ballast und konzentriert sich gleichzeitig so sehr auf seine Stärken.

LocoRoco (Playstation Portable)
Für viele Spieler und Hersteller ist die PSP nur eine mobile PS2. Das es zahlreiche Beispiele gibt die das Gegenteil beweisen wird konsequent ignoriert. Das populärste Beispiel: LocoRoco. Von den Kritikern in den Himmel gelobt, von Sony beworben wie bekloppt und doch von den Verkäufern verschmäht. Schade, denn LocoRoco ist das vielleicht innovativste, mit Sicherheit aber fröhlichste Spiel seit Jahren.

Trauma Center: Under the Knife (Nintendo DS)
Innovativ, exklusive und dann auch noch auf der aktuell erfolgreichsten Konsole. Eigentlich standen die Sterne gut. Trotzdem ging dieser ungewöhnliche Titel im Hype um Mario und Co. größtenteils unter. Schade, denn wo sonst darf man Doktor ohne Doktortitel sein?