Der Freischwimmer

Google vergrößert seit letztem Jahr verstärkt seinen Friedhof. Konnte man die 2006 und 2007 zu Grabe getragenen Projekte noch an einer Hand abzählen. Wurden 2008 Rund ein Dutzend Projekte beendet. Und auch dieses Jahr, scheint ähnlich zu verlaufen.

Ich persönlich finde das – obgleich es um die eine oder andere Innovation schade ist – gut. Erinnert sich noch jemand an Lycos oder Yahoo? Oder gar an AltaVista? Eben. Sie alle wurden zu unüberschaubaren Onlineportalen die, die Expansionswut und Markenvielfalt bis zum Exzess trieben. So weit, das nicht nur untereinander Konkurrenz herrschte sondern auch innerhalb der Firmen. Und wozu hat dies alles geführt? AltaVista präsentiert sich heute zwar aufgeräumt, wurde aber längst aufgekauft und ist in Vergessenheit geraten. Yahoo? Irgendwie am Ende und obwohl noch präsent, wird der Laden früher oder später in Microsoft, Google oder einem anderen Big Player aufgehen. Tja und Lycos hat sich quasi selbst zu Grunde gerichtet.
Vielleicht versucht Google gerade darum und nicht nur wegen der allgemeinen Krise, sein Geschäft zu fokussieren. Sie werfen Ballast über Bord und schwimmen sich auf diese Weise frei. Sind nur Mutmaßungen, aber bestimmt nicht weit her.

Wer jetzt übrigens denkt das Big G gar nicht mehr an neuen Märkten und Innovationen interessiert ist, der irrt. Aktuell stoßen besonders Google Earth 5 (ermöglicht das Erkunden des Ozeans in 3D, inklusive umfangreicher Fachinformationen) & RechargeIT (Forschungsprogramm für die Entwicklung von Elektrofahrzeugen) auf ein großes Interesse.