Es wird Zeit endlich mal die unsäglichen Begriffe Raubkopien und Killerspiele zu Unwörtern des Jahres zu wählen. Beide Worte sind alt, ja. Leider sind sie genauso lange grundfalsch, wie es schlimmer kaum mehr geht. Gut daran zu erkennen das es für beide keine klare Definition gibt.
Was sind Killerspiele? Spiele die Menschen töten? Oder vielleicht Spiele bei denen man Menschen umbringt? Gibt es natürlich beides nicht. Allerhöchstens Spiele bei denen das töten in irgendeiner Form abgebildet wird. Aber das passiert auch im Film und im Buch. Gibt es Killerbücher? Killerfilme? Der hiesige Gesetzgeber und die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) kennen Gewalt beherrschende sowie Gewalt verherrlichende Spiele. Letztere sind schon verboten und alle anderen sind nicht für Kinder und Jugendliche freigegeben und ergo auch nicht zugänglich zu machen.
Bei Raubkopien ist es sogar noch einfacher. Es gibt die Schwarzkopie, bei der es sich um eine unberechtigte Kopie handelt. Das kann eine Datei sein, ein Blatt Papier oder auch ein Datenträger (z. B. CD). Der Begriff Raubkopie hingegen ist schlicht unfug, weil er unterstellt jemand würde gewaltsam beraubt. Ein Raub ist in Deutschland nämlich die Entwendung fremden Eigentums mittels Gewalt oder unter Androhung derselben. Und zwar Gewalt die eine Gefahr für Leib und Leben ist. Nicht nur absurd sondern auch höhst irreführend zwischen Max Mütze, der sich rechtswidrig sein Lieblingslied aus dem Netz saugt und einem gefährlichen Raubüberfall einen Zusammenhang herzustellen.
BTW Aktuell läuft eine Online-Petitionen gegen ein Verbot von Action-Computerspielen.