Island braucht mehr Frösche. Aber selbst alle Frösche der Welt würden am Myvatn kaum helfen. Das ist der Mückensee. Und die Mücken sind hier manchmal so dicht das sie einem die Sicht versperren und man das Schauspiel für Nebel hält. Dieser See ist nur 6 Meter tief und 8 von 12 Monaten im Jahr zugefroren. Die Gegend hier ist merkwürdig. Überall qualmt es aus Schwefelquellen. Der Boden ist hellbraun bis neongelb und manchmal, wenn die oberen Schichten weg bröckeln blutrot.
Wandert man ein paar Kilometer weiter ist er pechschwarz. Dann betritt man – geologisch gesehen – gerade eben erkaltete Lava. Der letzte Ausbruch liegt keine 25 Jahre zurück und so raucht und schmaucht es hier überall aus dem noch spürbar warmen Boden. Das Lavagestein reicht fast bis zum Horizont. Wo wir uns befinden wissen wir nicht, die Erde ist es jedenfalls nicht. In kleinen Bächen fließt heißes, dampfendes Wasser. Anderswo hat das Vulkangestein kilometerweit die wildesten Skulpturen hinterlassen.
Wenn man in Island glaubt es kann nicht mehr abgefahrener werden, so wird man sehr schnell eines besseren belehrt. Auf zu neuen Abenteuern. 2000km und weit über 1000 Fotos liegen bereits hinter uns.
196km abgehakt (insgesamt 2004km)