Regen bringt Segen

Es gibt zu wenig Superlative um Island zu beschreiben. Heute aber gibt es nichts umwerfendes. Das ist so gewollt. Wir schlafen lange, frühstücken im Bett und lassen das Auto zum ersten Mal stehen. Wir wandern durch grüne Wiesen, erfreuen uns an schönen Bergen und ich möchte am liebsten jedes einzelne Schaf knuddeln und mit nachhause nehmen. Zwei Stunden im Regen sind uns aber genug und wir kehren heim.

Ein netter Däne der hier ebenfalls wohnt hat zwei kleine Töchter. Irgendwann am Nachmittag stürmt die ältere bis auf die Haut durchnässt und bibbernd in die Stube. Vom Vater und der Schwester keine Spur. Frau Klein kann nicht anders und kümmert sich rührend um das Mädel. Wickelt es in ein Handtuch, setzt es vor die Heizung und kocht ihm einen Tee. Das dänische Danke, kann uns dann aber nur der Vater eine viertel Stunde später nachträglich übersetzen. (Erst Tage später wird uns klar das diese Familie vermutlich komplett ohne Auto reist und dadurch lange Laufwege von und zu den Bushaltestellen hat.) Den Rest des Tages verbringen wir im Hot Pot. Danke für diesen Füße-hoch-Tag.

0km nicht gefahren (insgesamt immer noch 2509km)