Dieses Fuck geht raus an BP aber auch an alle anderen (auch mich!), weil wir nicht in der Lage sind unseren Planeten angemessen zu behandeln. Wollen wir der Wahrheit ins Auge blicken?
Dieses Fuck geht raus an BP aber auch an alle anderen (auch mich!), weil wir nicht in der Lage sind unseren Planeten angemessen zu behandeln. Wollen wir der Wahrheit ins Auge blicken?
Comments
Für mich stellt sich bei dieser Aussage die Frage,
was ist unseren Planeten angemessen zu behandeln?
Ja, ich gebe dir recht, dass wir durch unser Verhalten vieles auf dem Planeten kaputt machen und uns in Sachen einmischen, die wir nicht verstehen und wo wir die Langzeitfolgen nicht absehen können. (Stichwort Wetter Manipulation / Treibhausgase )
Jetzt kann man das Problem weit von sich schieben und auf die anderen Schimpfen, weil es ja so einfach ist. Doch fangen wir mal bei uns selber an.
Versuchen wir nur mal auf Erdöl zu verzichten, damit fängt das Problem schon an.
Verzicht auf Erdöl bedeutet:
Verzicht von Transportmitteln mit Elektrischen oder Verbrennungsantrieben
Verzicht auf einige Polstermöbel und Gartenmöbel / Matratzen
Verzicht auf viele Verpackungen
Verzicht auf Elektrizität (Öl wird hier als Isolator im Kraftwerk und für die Kabelumhüllungen verwendet)
Verzicht auf Wasserlieferung ins Haus (Viele Rohrleitungen sind mittlerweile aus Kinststoff / bzw die Ummantelungen sind mit Kunststoffen beschichtet)
Verzicht auf CD / DVD’s
Verzicht auf einen Teil deiner Kleidung
Verzicht auf Farben / Klebstoffe
usw usw.
Quelle: http://www.planet-wissen.de/natur_technik/energie/erdoel/was_kann_man_aus_erdoel_machen.jsp
Es ist mittlerweile so, dass wir auf Öl fast nicht verzichten können, es sei denn wir verzichten auf fast allen Komfort, den wir heute genießen.
Ich persönlich finde, dass wir mit der Greentechnology schon in die richtige Richtung gehen. Es ist zwar erst ein kleiner Schritt, aber dieser ist wenigstens schon gemacht und der nächste Schritt kommt.
Der wichtiste Schritt wird sein, dass wir unser Energie aus Green Technology beziehen können und das in ausreichendem und in bezahlbarem Maße.
Ich möchte eben nicht nur mit dem Finger auf andere zeigen und hänge natürlich genauso am Öltropf. Ich versuche aber wo es geht meinen Konsum bewusster zu gestalten. Das ist bei vielen deiner aufgezählten Punkte zumindest teilweise möglich. Lebensmittelverpackungen aus Glas oder Pappe, Kleidung aus Naturfasern, Tüten aus Papier und Medien ohne Datenträger. Winzige, kleine Maßnahmen – aber vielleicht besser als nichts.
Naja, so wirklich nicht.
Bei den Medien bleibt dir nur die Zeitung über, in allem anderen ist Erdöl enthalten, vieleicht noch das Buch, aber ich weiß nicht in wie weit die Umschläge und der Kleber frei ist von Erdöl.
Getränke in Glasflaschen nimmst du eh schon, weil die Wiederverwendbarkeit der Flaschen größer ist als bei PET Flaschen, aber ich weiß nicht wie die Umweltbilanz bei Glasflaschen aussieht im Vergleich zu PET Flaschen.
Denn schaut man sich die Bilanz an, dann ist so manches auf den ersten Blick Umweltfreundliche Produkt schädlicher als die herkömliche Verwendung.
Siehe als Beispiel Biogasanlagen, welche mit Palmöl betrieben werden oder ein noch besseres Beispiel sind die als so gut und grün geltenden Wasserkraftwerke.
Auf den ersten Blick ist ein Wasserkraftwerk super, aber…
Schaut man sich den Stausee einmal an, dann fällt auf dass dieser Stausee das Klima einer Region dramatisch verändert (Stichwort: Luftfeuchte, Umgebungstemperatur) und weiter wird in dem betroffenen Gebiet vor der Überflutung der Forstbestand nicht entfernt, so dass diese in dem Wasser anfangen zu faulen und CO2 freisetzen und Leben in Stauseen problematisch gestalten.
Quelle: http://www.grist.org/article/turns-out-hydropower-may-not-be-as-low-carbon-as-we-thought/
Quelle: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2006/0107/wissenschaft/0279/index.html
Ich spreche immer vom großen ganzen und nicht wie wir persönlich was für den Umweltschutz tun können.
Sicher ein Anfang ist, wie du schon geschrieben hast, unser Konsumverhalten zu verändern.
Nicht das in Plastikfolie geschweißte Brot im Supermarkt kaufen, sondern lieber frisches beim Bäcker oder direkt selber backen.
Dann Elektrogeräte anschaffen, die im Strombedarf niedrig sind öfters mal Auto / Bus / Bahn stehen lassen und auf Muskelkraft umsteigen.
Kleidung kaufen, die in Deutschland gefertig wurde und nicht erst von Deutschland nach China, von dort nach Taiwan und wieder zurück geschickt wurde.
Müll trennen und einen Kompost anlegen,
Nahrungsmittel aus der Region kaufen und nicht unbedingt die Kiwis aus Chile.
Nahrungsmittel kaufen mit wenig Verpackung.
Es ist ein schweres Thema und jeder muss sich damit für sich selbst auseinandersetzen und eigene Ansätze finden, wie man etwas für die Umwelt tut.
Doch genau so.
Ich kann die gesamte Welt nicht auf den Kopf stellen, aber ich kann bei mir selber anfangen und da liegen wir beide gar nicht so weit auseinander. Alles was du angesprochen hast setze ich sehr ähnlich um. Stromsparende Elektrogeräte, Nahrungsmittel die nicht um die ganze Welt geflogen werden müssen und all das was ich schon erwähnte.
Über das Große kann man sich natürlich auch austauschen, aber da ist der Handlungsspielraum des einzelnen ja leider arg eingeschränkt. Aber auch da gebe ich dir recht. Grüner Strom wird wichtiger.
Ach so und was die Mediennutzung angeht. Spiele und Musik kaufe ich bereits digital, bleiben nur noch Filme und die Papiersachen…aber nicht mehr lange 😉
Das nicht so wirklich bezog sich auf die Medien nicht auf den Gesamten Text 🙂
Vergesse öfters mal den Bezug zu setzen.
Mit der Kleidung werde ich wohl selbst nicht so umsetzen, bei den Nahrungsmitteln machen wir es schon, Tüten nehmen wir statt aus Papier immer die Stoffbügel, wie meine Frau die so nennt 😀
Nur bei den Medien bin ich anderer Meinung. Ich muss immernoch eine CD in der Hand halten und es gibt ja auch Personen, die sich gerne mal eine CD / DVD ausleihen und Digital ist das schwerer legal zu machen. 😀
Zeitung lese ich eigentlich nur noch Online, ausser Samstag die Regional Zeitung.
Somit sind wir im großen und ganzen ja auf dem Weg in die selbe Richtung. Mit unterschiedlichen Prioritäten.
Bei den Nahrungsmitteln sind wir vor allem durch die Ernährungsberaterin drauf gestoßen und seit dem stehe ich eigentlich oft im Supermarkt vor dem Wurst Regal und bin überfordert, was ich nun mit nehmen darf und was gesund ist und was ich lieber stehen lassen sollte.
Schaue ich auf die Inhaltsstoffe, dann verstehe ich teilweise nur 20% der Inhaltsstoffe und der Rest ist Chinesisch. Dann lege ich die Wurst irritiert wieder zurück, schau mir die nächste an und es wird nicht besser. 🙁
Ja es ist wirklich nicht immer leicht, besonders nicht im Supermarkt. Aber ich will mir unbedingt den Glauben bewahren das es nicht vollkommen vergeblich ist. 🙂
Übrigens auch ein Grund warum ich die „test“ der Stiftung Warentest kaufe und lese. Nicht perfekt aber doch kein schlechter Wegweiser durch den Konsumdschungel.