Shoppen kann so schön sein

Wie ein Stein geschlafen. Beim Frühstück dann endlich den von unserer Isländisch-Lehrerin empfohlenen Skyr probiert. Lecker. Dann ab in die Stadt. Genauer in die Einkaufsstraßen.

Jetzt sollte mein Gutschein den ich vor einem halben Jahr zum Geburtstag bekam, eingelöst werden. Bei 66°North einem isländischen Hersteller von Outdoorbekleidung. Aber was sahen unsere entzündeten Augen, Jacken für rund 500€ und Schuhe die noch teurer waren. Damit kann man zweifellos auch ohne Zelt und Bundeswehrschlafsack auf einem Gletscher überwintern, bloß hatte ich dies gerade nicht vor und begnügte mich mit etwas Kleinerem.

Die berühmte Kringlan wollte ebenfalls besucht werden, entpuppte sich aber als gewöhnliche Shopping-Mall wie man sie überall kennt. Einen Unterschied gibt es aber doch. Hier fahren viele Kunden mit Einkaufswagen durch die Läden, auch wenn es sich dabei um Mode- oder Schmuckgeschäfte handelt. In einer Buchhandlung blättern wir uns durch isländische Bibeln, Atlanten, Wörter- und Kinderbücher. Die Bildbände verstehen wir am besten. Ein Verkäufer trägt dann tatsächlich ein T-Shirt unserer Lieblingsband Ljótu hálfvitarnir, wir sind begeistert.

Am Nachmittag decken wir uns in einem Supermarkt mit Spezialitäten des Landes ein. Lakritz, Trockenfisch, Skyr und undefinierbare Bonbons. Den Trockenfisch essen die Einheimischen gerne als Snack abends vor dem Fernseher oder bestreichen ihn mit salziger Butter. Wir überlegen ernsthaft die gesamte Verwandtschaft damit einzudecken, schrecken aber bei dem Preis von annähernd 50€ pro Kilo etwas zurück.