Category: Wahlheimat Duisburg

Vor die Tür 2 – Brauhäuser in Duisburg

Ausgabe Eins ist bereits etwas älter drum muss fix ein Update her. Duisburg hat eine lange Biertradition und es gab Zeiten da waren hier über 50 Brauereien ansässig. Aus dieser Ära hat nur das König Pilsener überlebt und weilt schon über 150 Jahren unter uns. Es gibt aber seit einiger Zeit wieder den Trend hin zum kleinen handgebrauten Bier. Die Rede ist nicht von Hipster-Bieren (die auch nicht schlecht sind) sondern vom lokalen Gebräu aus dem Brauladen um die Ecke.

Brauhäuser in Duisburg

Walsumer Brauhaus Urfels
Ganz im Norden bei der Rheinaue beheimatet gibt es hier neben dem dunklen und hellen Walsumer eine Vielzahl passender Saisonbiere. Und was einem gut schmeckt darf im Fässchen, rustikalen Holzkasten oder Siphon mit nach Hause genommen werden. Das Brauhaus ist außerdem für seine Kinderfreundlichkeit und regelmäßigen Musik-Veranstaltungen bekannt.

Im Eichwäldchen
Das alteingesessene Restaurant war bisher eher für die gehobene Küche bei Festlichkeiten, ausgefallenen Ideen wie der Kräuterwanderung oder moderierten Themenabenden rund um Wein geläufig. Doch seit diesem Jahr widmet sich das Haus auch dem Bierbrauen und legt dabei ein erstaunliches Tempo vor. Gerade erst begonnen, zählt das Haus bereits ein halbes Dutzend interessanter Sorten und eine eigene Bar ist ebenfalls geplant.

Webster
Seit über 20 Jahren im Herzen der Stadt, bietet das Webster gesellige Zeiten. Aber das Haus hat mehr zu bieten, unter anderem Seminare die Durstlöschen mit Fortbildung vereinen, Schiffstouren, Kegelbahnen und das Webster-Mobil dass bei Bedarf mit Ausschankwagen und Zelt für Feste geordert werden kann.

Vor die Tür 1 – Kinos in Duisburg

Eine tote, kaputte Stadt. Wer weg will ist es längst. Das Image von Duisburg ist kein Gutes. Aber Loveparade und Mafiamorde sind definitiv nicht alles was die Stadt an Rhein & Ruhr zu bieten hat. In einer losen Serie versuche ich Interessantes zu sammeln und in einer Übersicht vorzustellen. Dieses Mal die kleine aber feine Kinokultur.

Kinos in Duisburg

filmforum
Das älteste kommunale Kino Deutschlands. Hier wird anspruchsvolles Programmkino geboten sowie das Festival des deutschsprachigen Dokumentarfilms ausgerichtet. Außerdem gibt es hin und wieder Stummfilmklassiker mit Livemusik.

UCI Kinowelt
Wer Blockbuster sehen möchte, wird im UCI gleich am Hauptbahnhof bestens bedient. In acht Sälen mit 2000 Sitzen wird fast alles Popkulturelle gezeigt, auch in 3D.

Stadtwerke Sommerkino
Ausschließlich im Sommer aber dafür auch ausschließlich großartig. In mitten eines ehemaligen Hüttenwerks findet Jahr für Jahr, umgeben von beeindruckender Industriekulisse das Sommerkino statt. Und obwohl Open-Air hilft gegen Regen ein mobiles, transparentes Dach.

Inlinetour bei ThyssenKrupp

Am vergangenen Sonntag wählten die Duisburger nicht nur einen neuen Oberbürgermeister, einige rollten auch auf Inlinern durch den Norden. Begleitet von Musik und Schaulustigen ging es dabei unter anderem durch das Werksgelände der ThyssenKrupp AG, vorbei an dem alten Bergwerk Walsum, dem Nordhafen sowie dem riesigen Steinkohlekraftwerk.

Für eine schöne Tour sorgten das tolle Wetter und die beeindruckende Kulisse, von der ich ein paar Fotos gemacht habe.

Sicher ist sicher

Na wo wohnt es sich wohl am sichersten? Statistisch gesehen sicherlich aufm Land.

Eins Live hat sich NRW mal näher angesehen und aufgelistet wo es sicher ist und wo nicht. Oder vielmehr haben sie jede Menge Zahlen gesichtet und daraus eine schöne Liste gebastelt mit der es sich wunderbar am Stammtisch debattieren lässt.

Duisburg liegt im Mittelfeld auf Rang 16 noch vor Städten wie Essen (17), Dortmund (22), Düsseldorf (26) oder Köln (27) – natürlich 🙂

Inline Marathon Training V

Gestern also meine Generalprobe. Ich startete mit (zu) viel Sonne im Gesicht und arg unmotiviert. Mein Tempo bewegte sich zwischen “normal schnell” und “ich würde ja gern aber die Ampeln haben sich gegen mich verschworen”. Wenigstens konnte ich meine neue Klingel benutzen, überhaupt war das der erste Lauf mit kompletter Ausrüstung mit Ausnahme des Helmes – den ich noch gar nicht besitze. In der Mitte konnte ich über die Felder doch noch etwas Geschwindigkeit machen so dass die Endzeit besser als gedacht ausfiel.

Fünfter Run:
33 Kilometer
125 Minuten

Ich hoffe unser Lauf am Sonntag verläuft besser als der Berliner Marathon letztes Jahr oder der Düsseldorfer vor zwei Wochen.

Ein Trio zu zweit am Wasser

Mancher kann es sich ausmalen wo ich jetzt gerne wäre. Im Norden herrschen winterliche Verhältnisse und im Süden ist ein Vulkan ausgebrochen. Hier war der Himmel am Wochenende auch wolkenverhangen aber das hatte andere Gründe. Das Pokalfinale war vermutlich das schlechteste Spiel des MSV der gesamten Saison und das Wetter machte mir meine Marathon-Trainingspläne zunichte.

Doch es gab auch Lichtblicke. Ich habe Tom Liwa entdeckt, sogar mehrfach. Mittelpunkt des Geschehens war mein Lieblingshafenviertel Ruhrort. In den Gassen auf der Suche nach einer gemütlichen Imbissbude nahmen wir in einem griechischen Lokal Platz. Während wir unser Essen genossen trat kein geringerer als Herr Liwa persönlich zusammen mit seinem Sohn herein, bestellte und verschwand nach kurzer Wartezeit wieder. Ein wenig perplex ließen wir ihn in stiller Freude auf den Abend wortlos ziehen.

Es gibt keine Duos denn der liebe Gott ist ja immer dabei.

Mit diesem Satz eröffnete der Singer-Songwriter aus Duisburg sein gemeinsam mit Jakob Landy gespieltes Konzert und hatte damit nicht nur den Abend sondern irgendwie auch das Leben wunderbar zusammengefasst.

Die letzten Wochen und Monate waren für mich alles andere als ruhig. Mehr oder weniger von Termin zu Termin gehastet fühlte ich mich oft leer und abgekämpft. Als dann die ersten Gitarrenklänge über den alten Posthof am Karlsplatz schallten spürte ich wie sich eine tiefe Ruhe in mir ausbreitete, als wäre ich nach einer langen Reise endlich angekommen. Die Lieder waren schlicht, zurückhaltend und konnten sich genau darum wunderbar entfalten. Weil sie Raum für eigenes ließen. Da war Platz für jeden Anwesenden, jeden Gedanken. Diese poetisch, nachdenklichen Texte mit den sanften Gitarren sowie Ukulelen im Herzen ging der milde Frühlingsabend viel zu schnell zu Ende und wir schlenderten Gedanken versunken nach Hause.

Inline Marathon Training IV

Heute war wieder manches neu. Nicht nur das die Strecke sich verdoppelt und damit auch die Zeit verändert hat. Es war – oh Wunder – auch deutlich anstrengender als bisher. Und mit heftigem Wind und ein wenig Regen war das Wetter wenig nachsichtig. Wo unter der Woche Autos und Ampeln störten waren es heute am Wochenende Spaziergänger, Radfahrer und andere Skater – alle waren sie im Weg. Als Konsequenz habe ich mir gerade eine Fingerklingel bestellt. Ein gutes Gefühl war übrigens diverse Fahrradfahrer zu überholen. Da lachte das Herz.

Ich bin zufrieden und der Marathon kann kommen.

Vierter Run:
33 Kilometer
126 Minuten

Im Worldwideweb habe ich Infos zum Thema Inline Marathon gesucht und gefunden. Ganz nett zu lesen.

Inline Marathon Training III

Die eigentliche dritte Tour wollte ich mit meinem Marathonkompagnon zusammen fahren. Leider war sie, weil sich an den Skates meines Kollegen eine Rolle löste, viel zu kurz. Wir mussten abbrechen und waren nach nur 5km wieder Zuhause. Die verlorene Schraube blieb unauffindbar.

Gestern – wieder alleine – war ein besserer Tag. Ich hatte zwar auf eine schnellere Zeit gehofft, bin aber dank Ampeln, etwas Gegenwind und einer fast einen Kilometer langen Baustelle froh mich überhaupt verbessert zu haben. Wirklich nervig waren die fliegenden Kleinstlebewesen am Rhein, die mir hagelähnlich in das Gesicht hämmerten. Entspannen kann ich nicht, denn um mich gebührend auf den Marathon vorzubereiten wird die Strecke ab jetzt verdoppelt. 33km und am Wochenende ist Premiere.

Dritter Run:
16 Kilometer
61 Minuten

Nebenbei bemerkt ich bediene nicht nur regelmäßig die Skates sondern jogge auch wöchentlich und fahre etwas Fahrrad. Wie zum Beispiel am Ostersamstag einmal um das Tagebaugebiet Garzweiler herum (insgesamt 80km).

Inline Marathon Training II

Meine zweite Fahrt verlief etwas anders. Da ich den Weg schon kannte, musste ich mich nur noch selten orientieren und bin kaum Umwege gefahren. Beinahe wären meine neuen Knieschoner eingeweiht worden aber zum Glück bin ich anders gestürzt und die Protektoren blieben unversehrt. Ergo kann ich mit der Zeit zufrieden sein, weitere Verbesserungen nicht ausgeschlossen. Der Wind war dieses Mal deutlich gnädiger.

Zweiter Run:
16 Kilometer
66 Minuten

Hier habe ich meine Strecke auf einer Karte von OpenStreetMap (CC BY-SA 2.0) eingezeichnet.

Inline Marathon Training I

Kaiserswerth, Wittlaer, Bockum, Rheinheim, Mündelheim, Ehingen & Hüttenheim.

Diese Dörfer, Siedlungen und Stadtteile habe ich auf meiner kleinen Trainingsfahrt gestern alle durchrollt und so ein klein wenig besichtigt. Da waren neben dem Rhein viele Felder und Wiesen. Der Wind pfiff mir entgegen, zerrte an meiner Kleidung. Einige heruntergekommene Bauernhöfe, alte sowie neue Villen und kleine, gemütliche Häuschen säumten den Wegesrand. Zum Abschluss des ersten Teils gab es ein – der Lautstärke nach zu urteilen – spannendes Fußballmatch des TuS Mündelheim 1970 gegen eine mir unbekannte Mannschaft.

Der zweite Abschnitt war nicht weniger spannend. Gewaltige Schornsteine schraubten sich in den Himmel. Unzählige Gleise mit Güterzügen und Waggons. Rotfeuriger Rauch stieg empor und von überall her erklang metallener Lärm. Die beeindruckenden Hüttenwerke Krupp Mannesmann. Danach ging es heim. Hat viel Spaß gemacht vor allem weil all das mehr oder weniger direkt vor meiner Haustür, nur einen Katzensprung entfernt war.

Erster Run:
16 Kilometer
85 Minuten